Nutzungsbedingungen

Stand: 30. April 2026

Diese Nutzungsbedingungen (im Folgenden „Bedingungen") regeln das Vertragsverhältnis zwischen dem Anbieter und dem Nutzer der unter app.dealsystem.io sowie verbundenen Domains bereitgestellten Software-as-a-Service-Lösung „DealSystem" (im Folgenden „Dienst").

1. Geltungsbereich, Vertragsschluss

1.1 Anbieter des Dienstes ist Maximilian Fischer, Am Rotdornbusch 9, 27777 Ganderkesee, Deutschland (im Folgenden „Anbieter").

1.2 Diese Bedingungen gelten in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bzw. der Nutzung des Dienstes gültigen Fassung gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB sowie — soweit anwendbar — gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

1.3 Der Vertrag kommt zustande, sobald der Nutzer die Registrierung abgeschlossen hat und der Anbieter den Account freigeschaltet hat oder der Nutzer den Dienst erstmals nutzt — je nachdem, was zuerst eintritt.

1.4 Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Der Nutzer erhält die Bedingungen vor Vertragsschluss in einer in Textform speicher- und reproduzierbaren Fassung zur Verfügung gestellt. Eine direkte Einsichtnahme nach Vertragsschluss ist im Account jederzeit möglich.

2. Leistungsbeschreibung

2.1 Der Anbieter stellt dem Nutzer den Dienst als Software-as-a-Service über das Internet zur Verfügung. Funktionen umfassen insbesondere die Verwaltung von Kontakten, Unternehmen, Deals, Pipelines, Aufgaben, Notizen sowie optionale Integrationen (z. B. Gmail, Google Calendar, Telefonie via Twilio, KI-gestützte Auswertungen). Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gewählten Tarifoption sowie der Leistungsbeschreibung im Buchungsprozess.

2.2 Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln, Funktionen zu ergänzen, zu ändern oder zu entfernen, sofern dies dem Nutzer zumutbar ist. Wesentliche Änderungen, die zu einer Leistungseinschränkung führen, werden mit angemessener Vorlaufzeit angekündigt.

2.3 Der Übergabepunkt der Leistung ist der Routerausgang des vom Anbieter beauftragten Rechenzentrums. Der Nutzer hat für eine geeignete Internetverbindung selbst zu sorgen.

3. Registrierung, Zugangsdaten

3.1 Die Nutzung erfordert die Registrierung eines Nutzerkontos. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.

3.2 Zugangsdaten (insbesondere Passwörter, OAuth-Tokens, API-Keys) sind vertraulich zu behandeln und gegen Zugriff Dritter zu sichern. Der Nutzer haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter seinem Account erfolgen, sofern und soweit er den Missbrauch zu vertreten hat.

3.3 Der Nutzer hat einen erkannten Missbrauch des Accounts unverzüglich an den Anbieter zu melden.

4. Rolle der Workspace-Inhaber, Datenverantwortung

4.1 Der Dienst ist als mandantenfähige Plattform organisiert. Ein Workspace bündelt Daten und Nutzer eines Kunden. Der Workspace-Inhaber ist hinsichtlich der im Workspace eingestellten personenbezogenen Daten Dritter Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO, der Anbieter ist insoweit Auftragsverarbeiter.

4.2 Der Anbieter und der Workspace-Inhaber schließen vor erstmaliger Verarbeitung einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der AVV ist dem Anbieter abrufbar oder wird auf Anforderung in Textform zur Verfügung gestellt. Mit der Aktivierung des Workspaces nimmt der Workspace-Inhaber den AVV verbindlich an.

4.3 Der Workspace-Inhaber ist verpflichtet, sicherzustellen, dass die Verarbeitung der von ihm eingegebenen Daten Dritter auf einer wirksamen Rechtsgrundlage erfolgt (z. B. Vertragsverhältnis, Einwilligung, berechtigtes Interesse) und die betroffenen Personen ordnungsgemäß informiert wurden.

5. Pflichten und Verhaltensregeln des Nutzers

Der Nutzer verpflichtet sich, den Dienst nicht missbräuchlich zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt:

  • gegen geltendes Recht zu verstoßen, einschließlich datenschutzrechtlicher und wettbewerbsrechtlicher Vorschriften;
  • Rechte Dritter (z. B. Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte) zu verletzen;
  • Schadsoftware oder automatisierte Skripte einzusetzen, die den Betrieb des Dienstes oder die Infrastruktur des Anbieters beeinträchtigen können;
  • Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, unbefugt auf fremde Daten oder Workspaces zuzugreifen oder dies zu versuchen;
  • den Dienst für unzulässige Werbung, Spam, Phishing oder die Versendung unverlangter elektronischer Nachrichten zu missbrauchen;
  • Inhalte einzustellen, die rechtswidrig, jugendgefährdend, sittenwidrig oder anderweitig zu beanstanden sind;
  • den Dienst über die im Tarif vorgesehenen Grenzen hinaus zu beanspruchen (z. B. Lasttests, Massenanfragen).

Bei Verstößen ist der Anbieter berechtigt, betroffene Inhalte zu sperren, Funktionen zu beschränken oder den Zugang temporär oder dauerhaft zu sperren. Weitergehende Rechte bleiben unberührt.

6. Verfügbarkeit, Wartung

6.1 Der Anbieter strebt eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes an. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird ohne ausdrückliche Zusage in einem Service-Level-Agreement nicht geschuldet.

6.2 Wartungsarbeiten werden — soweit zumutbar — außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt. Notfall-Maßnahmen, insbesondere Sicherheitsupdates, können auch ohne Vorankündigung erfolgen.

6.3 Vorübergehende Einschränkungen aufgrund höherer Gewalt, Störungen bei Vorlieferanten oder anderer vom Anbieter nicht zu vertretender Umstände führen nicht zu einer Minderung oder Schadensersatzpflicht.

7. Vergütung, Zahlungsbedingungen, Verzug

7.1 Sofern keine kostenfreie Tarifoption gewählt wurde, erfolgt die Nutzung gegen Entgelt nach der jeweils gültigen Preisliste. Alle Preisangaben verstehen sich, soweit nicht anders angegeben, in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

7.2 Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den vereinbarten Abrechnungszeitraum (in der Regel monatlich oder jährlich). Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig.

7.3 Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen gemäß §§ 288, 247 BGB zu berechnen. Bei mehr als 30 Tagen Verzug kann der Anbieter den Account sperren und nach erfolgloser Mahnung mit Fristsetzung außerordentlich kündigen.

7.4 Eine Aufrechnung des Nutzers ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

8. Widerrufsrecht für Verbraucher

Sofern der Nutzer Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist, steht ihm bei Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrages ein Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB zu:

Widerrufsbelehrung

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Maximilian Fischer, Am Rotdornbusch 9, 27777 Ganderkesee, info@maxifischer.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf eingegangen ist.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zum Zeitpunkt des Widerrufs bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der vertraglichen Leistung entspricht.

Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.

9. Inhalte und Daten des Nutzers, Nutzungsrechte

9.1 Sämtliche vom Nutzer eingestellten Daten und Inhalte (z. B. Kontakte, Deals, Notizen, Dateien, eingehende und ausgehende Nachrichten) bleiben Eigentum des Nutzers bzw. des Workspace-Inhabers.

9.2 Der Nutzer räumt dem Anbieter ein nicht-ausschließliches, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränktes, zweckgebundenes Nutzungsrecht an diesen Inhalten ein, soweit dies zur technischen Bereitstellung des Dienstes erforderlich ist (z. B. Speicherung, Anzeige, Übertragung an autorisierte Empfänger, automatische Verarbeitung im Rahmen der vom Nutzer aktivierten Funktionen).

9.3 Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der von ihm eingestellten Inhalte sowie die Einhaltung datenschutzrechtlicher Pflichten gegenüber betroffenen Personen. Er stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die wegen rechtswidriger Inhalte des Nutzers gegen den Anbieter geltend gemacht werden.

9.4 Der Anbieter erhebt keinen Anspruch auf eigene Verwertung der Nutzer-Inhalte. Eine Verwendung zu Werbezwecken oder zum Training generischer KI-Modelle findet nicht statt.

10. Drittdienste (insbesondere Google-Integration)

Der Dienst kann optional Schnittstellen zu Drittdiensten nutzen (insbesondere Google Workspace, Gmail, Google Calendar, Google Drive, Twilio). Bei Nutzung dieser Integrationen gelten zusätzlich die jeweiligen Bedingungen und Datenschutzhinweise des Drittanbieters.

Daten, die über Google APIs abgerufen werden, werden ausschließlich zur Bereitstellung der vom Nutzer ausdrücklich aktivierten Funktionen verwendet und nicht zu Werbezwecken oder zum Training generischer KI-Modelle eingesetzt. Es gelten die Anforderungen der Google API Services User Data Policy, insbesondere die Limited-Use-Bestimmungen.

11. Haftung

11.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie im Rahmen einer ausdrücklich vom Anbieter übernommenen Garantie.

11.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.

11.3 Im Übrigen ist die Haftung — gleich aus welchem Rechtsgrund — ausgeschlossen.

11.4 Eine Haftung für mittelbare Schäden, insbesondere entgangenen Gewinn, ist im Rahmen der Ziffern 11.2 und 11.3 ausgeschlossen.

11.5 Der Nutzer ist verpflichtet, eigenständige Sicherungen seiner Daten in zumutbarem Umfang vorzunehmen. Soweit der Anbieter für einen Datenverlust haftet, ist die Haftung auf den Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Nutzer entstanden wäre.

12. Vertragslaufzeit, Kündigung

12.1 Soweit nicht anders vereinbart, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit. Er kann von beiden Seiten ordentlich zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.

12.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei (a) erheblichem Verstoß gegen Ziffer 5, (b) Zahlungsverzug nach Ziffer 7.3 trotz Mahnung, (c) Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Nutzers.

12.3 Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Die Kündigung kann auch über die im Account zur Verfügung gestellte Funktion erklärt werden.

12.4 Vor Ende des Vertrages kann der Nutzer einen Datenexport anfordern. Nach Vertragsende werden die Nutzerdaten innerhalb von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (z. B. § 147 AO, § 257 HGB).

13. Datenschutz

Hinweise zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung. Für Daten, an denen der Workspace-Inhaber Verantwortlicher ist (siehe Ziffer 4), gilt zusätzlich der Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO.

14. Änderungen der Bedingungen

14.1 Der Anbieter behält sich vor, diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies aus triftigem Grund erforderlich ist (z. B. Anpassungen an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung, technische Weiterentwicklungen oder Funktionserweiterungen) und der Nutzer hierdurch nicht unzumutbar benachteiligt wird.

14.2 Änderungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer den Änderungen nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge wird der Nutzer in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Nutzer fristgerecht, ist jede Vertragspartei berechtigt, den Vertrag zum geplanten Inkrafttreten der Änderung ordentlich zu kündigen.

15. Schlussbestimmungen

15.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

15.2 Sofern der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters.

15.3 Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit unter https://ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucher- schlichtungsstelle teilzunehmen.

15.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.